Ein schafes Erlebnis

Für eine Nacht tauschte ich Campingplatz gegen Blockhütte und wählte eine Übernachtung der etwas anderen Art – inmitten einer Schafsfarm.

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Bei meiner Ankunft wurden ich herzlich von Rebecca und Phil auf ihrer Farm empfangen. Diese erstreckt sich über 200 Hektar und ist laut Phil noch eine der kleineren in der Umgebung. Sie halten insgesamt 5.000 Schafe und einige Kühe. Die Schafe werden zur Fleisch- und Wollproduktion genutzt. Phil erzählte mir, dass die Produktion von Schafsmilch zu aufwändig sei.

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Von meiner abgeschiedenen und gemütlichen Hütte hatte ich einen fantastischen Blick über die riesigen, grünen Weidenflächen und die weit entfernten Berge am Horizont. Die ländliche Idylle konnte ich vollends genießen.

Am Abend unternahm ich noch einen Rundgang über die Farm. Dafür brauchte ich mehr als eine Stunde und hatte bei Weitem noch nicht alles gesehen. Am nächsten Tag nahm mich Phil und sein Hund „Mist“ zum „Sheeping“ mit. Ich durfte zusehen, wie die Beiden Schafe von einer zur anderen Weide umtrieben. Nach ein paar Rufen von Phil wusste Mist genau, wo sie die Schafsherde hinbringen musste. Mist war einer der vier Hunde, die auf der Schafsfarm leben und Rebecca und Phil bei der Arbeit unterstützen. Jeder der Hunde hatte eine andere Aufgabe, auf die sie speziell trainiert sind.

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Als wir wieder über die großen Weidenflächen fuhren, erzählte mir Phil, dass er an seiner Arbeit am meisten liebt, draußen in der Natur zu arbeiten und sein eigener Chef zu sein. Zudem freut er sich auf die Herausforderungen, die ihm Mutter Natur stellt und an die er sich anpassen muss. Die arbeitsintensivste Zeit ist im Herbst und Winter, wenn die Lämmer geboren werden. Hier geht es hauptsächlich darum, die kleinen Schafe zu füttern und am Leben zu erhalten.

Für mich war der Aufenthalt auf der Schafsfarm bei meiner Reise Richtung Fiordland eine willkommene Abwechslung und ein tolles Erlebnis. Mich hat beeindruckt wie riesig die Farm ist und mit wie viel Liebe sich Rebecca und Phil um ihre Tiere kümmern.